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Unser Pflege- und Betreuungskonzept

Sicher und aufgehoben soll sich die Bewohnerin/der Bewohner in unserer Einrichtung fühlen. Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen wir neben qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch ein gutes Konzept.

Nachfolgend möchten wir Ihnen beschreiben, welche Gedanken und Maßnahmen hinter unserem Pflege- und Betreuungskonzept stehen:

In unserer Einrichtung ist das Pflege- und Betreuungskonzept ganzheitlich, aktivierend und rehabilitativ ausgerichtet. Die Autonomie unserer Bewohnerinnen und Bewohner – im Sinne einer möglichst ausgeprägten Selbstentscheidungs- und Selbsthandlungskompetenz – das ist unser Ziel! Aktivierende und rehabilitierende Betreuung in unserer Einrichtung bedeutet für uns, den einzelnen Bewohner darin zu unterstützen, die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu benennen und eigene Ziele zu formulieren. Gleichwohl bringen wir ihn in Kontakt mit seinen eigenen Stärken und Ressourcen, die es zu erhalten und zu fördern gilt – sowohl physisch als auch psychisch. Die Bewohner entwickeln dadurch die Selbstsicherheit, mit den eigenen Schwächen und Einschränkungen zu leben.

Pflegekonzept

Wir pflegen nach dem personenbezogenen, fähigkeits- und förderorientierten Modell nach Monika Krohwinkel. Unser oberstes Ziel ist es, dass der Mensch eigene Bedürfnisse entwickeln und mit seinen Fähigkeiten und Ressourcen umgehen kann.

Wir haben das Prinzip der Bezugspflege umgesetzt. Das bedeutet, dass jeder Bewohnerin und jedem Bewohner eine examinierte Pflegekraft zugeordnet ist. Diese Bezugsperson führt die Betreuungs- und Pflegeleistungen kontinuierlich durch und passt sie an die aktuellen Bedürfnisse an. Innerhalb des Bezugspflegesystems geht es um eine bewusste Beziehungsgestaltung zum Bewohner. Es geht um Verbindlichkeit und um die Übernahme von Verantwortung für die geplanten und durchgeführten Pflege- und Betreuungsleistungen durch die Pflegefachkraft.

Helfen heißt in unserem Pflegeprozess, dem einzelnen Bewohner bei der Lösung und dem Ausgleich seiner gesundheitlichen, sozialen und psychischen Problematiken zu unterstützen, Ressourcen zu ermitteln und zu fördern und entstandene Defizite auszugleichen. Bei dieser Aufgabe begleiten besonders unsere Bezugspflegekräfte den einzelnen Bewohner. Individuelle Bedürfnisse werden aufgenommen, gemeinsam Strategien entwickelt und umgesetzt. Jeder Bewohner bestimmt seinen eigenen Tagesrhythmus. Wir achten jeden Bewohner als Experten seiner Bedürfnisse.

Soziale Betreuung

Unser Ziel in der Betreuung und Pflege besteht darin, die Unabhängigkeit, das Wohlbefinden und die Lebensqualität unserer Bewohner zu erhalten bzw. zu fördern. Dort, wo dies nicht mehr möglich ist, bestimmt eine menschliche, zugewandte Begleitung unser Handeln. Einer unserer Schwerpunkte liegt in der Förderung der Selbstbestimmung des Einzelnen. Wir unterstützen hier durch aktives Einbeziehen der persönlichen Fähigkeiten und Ressourcen unserer Bewohner.

In unseren Gruppen- oder Einzelaktivitäten, wie zum Beispiel Gedächtnistraining, Kegeln, gemeinsames Singen oder Sitzgymnastik, orientieren wir uns an den Wünschen und Bedürfnissen unserer Bewohner. Dadurch schaffen wir gemeinsam eine Tagesstruktur mit sinnvollen, anregenden und unterhaltenden Aktivitäten und wir fördern das Leben in Gemeinschaft. Die Bewohner können ein Gefühl der gegenseitigen Unterstützung erleben, sie erfahren Anregung zu Eigeninitiative und Selbstständigkeit und können so ihr subjektives Wohlbefinden verstärken.

Umgang mit dementiell erkrankten Menschen

Für den dementen Menschen bildet ein bedürfnis- und ressourcenorientiertes Betreuungskonzept eine wesentliche Grundlage. Es bedarf darüber hinaus einer gelebten Pflegephilosophie und eines einheitlichen Menschenbildes und Pflegeverständnisses. Das Betreuungskonzept für die Pflege und Betreuung der an Demenz erkrankten Bewohnerinnen und Bewohnern ist wesentlich geprägt durch und verbunden mit der Haltung der Pflegekräfte gegenüber den Bewohnerinnen und Bewohnern. Diese Haltung beinhaltet eine annehmende, wertschätzende und akzeptierende Einstellung dem einzelnen Bewohner gegenüber. Diese drei Begriffe bilden den Ansatz der Integrativen Validation, die einen wesentlichen Aspekt in unserem Konzept bildet. Wichtiges Ziel ist es, den Bewohner in jedem Stadium der Demenz verbal und nonverbal zu erreichen. Bewohnern, die durch Sprache nicht mehr erreicht werden können, setzen wir Reize und Empfindungen durch die Körperwahrnehmung (Basale Stimulation). Speziell für die Bewohner des Dementenbereiches wird durch spezielle Aktivitätsangebote eine Tagesstruktur geschaffen. Hier wird besonders darauf geachtet, dass die Betreuungsangebote den jeweiligen kognitiven Möglichkeiten der Bewohner entsprechen.

Es geht bei der Betreuung Demenzkranker um die Bemühung, die gelebte Realitätssicht und Erlebnisweise zu erfassen und zu begleiten – und zwar abstrahiert von den eigenen Wert- und Normvorstellungen, also losgelöst von „unserer“ Realität. Demenzkranke verlieren häufig den Bezug zu unserer Zeit, sie finden sich in ihrer Umgebung nicht mehr zurecht, und sie leiden unter dem Schwinden ihrer ureigensten Persönlichkeit und ihrer Identität. Die Komplexität der Beeinträchtigungen und die zunehmende körperliche Schwäche und andere Begleiterkrankungen des Alters führen zur Verminderung der Belastbarkeit und zu Schwankungen des Wohlbefindens, woraus dann oftmals das Gefühl von Unsicherheit und Angst resultiert.

Uns geht es darum, eine Lebenswelt aufzubauen, in der demente Bewohner ein größtes Maß an Sicherheit erfahren. Wir haben uns, je nach Ausprägung der Demenz, für eine homogene Bewohnerstruktur ausgesprochen. Das bedeutet, dass wir für unsere Bewohner mit ausgeprägten dementiellen Veränderungen einen separaten Wohnbereich geschaffen haben.



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